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Neue Folge der „Salzgitter Geheimnisse“

Die Stahlbrammen vor dem Rathaus in Salzgitter-Lebenstedt.

Die beliebte Reihe „Salzgitter Geheimnisse“ enthülltin ihrer neuesten Episode die bedeutsame Geschichte, die sich hinter den kunstvoll bearbeiteten Stahlbrammen vor dem Rathaus in Salzgitter-Lebenstedt verbirgt.

Sie erinnern an entscheidende Ereignisse.

Nach Kriegsende begannen die alliierten Siegermächte mit der Demontage von Industrieanlagen in Deutschland. Die Demontage sollte nicht nur als Entschädigung für Kriegsschäden dienen, sondern auch verhindern, dass Deutschland erneut eine Rüstungsproduktion aufbaute.

Arne Homann berichtet von den Ereignissen in Salzgitter.

Die Demontage traf in Salzgitter jedoch auf starken zivilgesellschaftlichen Widerstand. In Salzgitter formierte sich ein breites Bündnis aus Belegschaft, Betriebsrat, Gewerkschaften, Parteien, Kirchen und der Bevölkerung. Trotz der Bedrohung von 14.000 Arbeitsplätzen und angesichts der schwierigen Lage mit über 30.000 Vertriebenen und Geflüchteten in der Stadt, wurde die Demontage im Sommer 1951 erfolgreich gestoppt.

Geschaffen wurde das Denkmal von vom Salzgitteraner Künstler Helmut Lingstädt.

Die Stahlstelen vor dem Rathaus sind somit nicht nur ein imposantes Kunstwerk, sondern auch stumme Zeugen des erfolgreichen Widerstands gegen die Demontage und ein bedeutendes Kapitel in der Geschichte von Salzgitter.

Fotos: oh/Stadt Salzgitter