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Icefighters verlieren Saisonauftakt

Früher Rückstand im ersten Drittel

Am Samstagabend verloren die Salzgitter Icefighters ihr erstes Saisonspiel in der neuen Regionalliga Nord-Ost gegen die Schönheider Wölfe deutlich mit 2:8 (0:3, 2:2, 0:3). Zu viele Strafzeiten und eine mangelnde Chancenverwertung sorgten gegen die konsequent agierenden Gäste für eine verdiente Niederlage.

Bereits nach 15 Sekunden verbuchten die Wölfe ihre erste Großchance. Doch danach fanden auch die Icefighters ins Match, sodass sich ein temporeiches Spiel mit Möglichkeiten auf beiden Seiten entwickelte. Unter anderem hatte Adam Strakos das frühe 1:0 auf dem Schläger.

In der sechsten Spielminute musste der erste Salzgitteraner auf die Strafbank. Während das Heimteam die Unterzahl zunächst gut verteidigte, ließen sich die Gäste aus Sachsen die Gelegenheit letztlich nicht entgehen: Valentino Weißgerber traf in der achten Spielminute zum 0:1.

Wenig später führte ein unnötiger Scheibenverlust in der neutralen Zone zu einem Konter der Schönheider, doch Jan Meixner scheiterte an Icefighters-Torhüter Dennis Korff. Die Stahlstädter drängten im Anschluss immer wieder vor das gegnerische Tor, brachten den Puck jedoch nicht im Netz unter. Deutlich torgefährlicher präsentierten sich die Sachsen aus dem Erzgebirge: Tomas Rubes erzielte folgerichtig das 0:2 (11. Min.). Auf der Gegenseite hatte Strakos die nächste Gelegenheit, scheiterte aber freistehend an Wölfe-Keeper Kevin Kopp.

In der 18. Spielminute führte ein individueller Fehler fast zum nächsten Gegentreffer, doch Dennis Korff war erneut zur Stelle. Kurz darauf handelten sich die Icefighters eine Bankstrafe wegen zu vieler Spieler auf dem Eis ein. Auch in diesem Powerplay zeigten sich die Wölfe eiskalt und bauten die Führung durch Rubes auf 0:3 aus (18. Min.). Mit diesem Spielstand ging es in die erste Drittelpause.

Schönheide baut die Führung aus

Da kurz vor dem Pausenpfiff eine erneute Strafe gegen die Grün-Weißen ausgesprochen wurde, begannen die Schönheider das zweite Spieldrittel mit einem Mann mehr auf dem Eis. Kurz vor Ablauf der Strafzeit nutzten die Wölfe die Überzahl und zogen durch Florian Heinz auf 0:4 davon (22. Min.). In der 25. Spielminute scheiterte Strakos erneut an Kopp. Wenig später zeigte sich die Defensive der Icefighters anfällig: Kenneth Hirsch stand sträflich frei vor dem Tor und hatte keine Mühe, zum 0:5 einzuschieben (28. Min.).

In der 30. Spielminute entwischte Valtteri Nurminen seinem Gegenspieler, doch auch der Finne blieb im Solo nur zweiter Sieger gegen Torhüter Kopp. Die Icefighters bemühten sich jedoch weiter, und nur eine Minute später landete der Puck endlich im gegnerischen Gehäuse. Den Schuss von Verteidiger Adam Cimrman konnte Kopp zwar noch parieren, beim Nachschuss von Roni Ahonen war er jedoch machtlos – der Finne erzielte den 1:5-Anschluss (31. Min.). Nur 30 Sekunden später setzte sich Josef Babicka stark am linken Flügel durch und traf sehenswert in den Winkel zum 2:5.

Nun keimte noch einmal Hoffnung beim Team von Trainer Jorgen Kryger auf. Nurminen hatte bei einem Konter in Unterzahl sogar den nächsten Treffer auf dem Schläger, zog jedoch am Tor vorbei. Zu allem Überfluss kassierten die Icefighters mit der Schlusssirene des zweiten Drittels die nächste Strafzeit.

Wölfe nutzen Überzahl konsequent

So mussten die Stahlstädter auch den letzten Spielabschnitt in Unterzahl beginnen. Es sollte jedoch noch dicker kommen, als eine weitere Strafe gegen die Heimmannschaft folgte. Die abgezockten Wölfe ließen sich diese Fünf-gegen-Drei-Überzahl nicht entgehen: Tomas Rubes markierte mit seinem dritten Treffer des Abends das 2:6 (42. Min.).

Kurze Zeit später durften sich die Icefighters im Powerplay beweisen, ließen die Möglichkeit jedoch ungenutzt. Stattdessen konterten die Gäste in Unterzahl, doch Rubes scheiterte im Alleingang an Korff.

In der 50. Spielminute tankte sich Emilis Alekna stark durch die gesamte Schönheider Defensive, sein Abschluss blieb aber unbelohnt. Während die Salzgitteraner ihre Chancen vergaben, blieben die Wölfe vor dem Tor hocheffizient: Yannek Seidel erzielte in der 53. Spielminute das 2:7. Die Icefighters kämpften zwar unentwegt weiter, doch die unnötigen Strafzeiten machten sämtliche Offensivbemühungen zunichte. Auch das 2:8 durch Ricco Warkus fiel in Überzahl für die Gäste (57. Min.).

Handfeste Auseinandersetzung kurz vor Schluss

Kurz vor dem Ende sahen die 251 Zuschauer noch eine handfeste Auseinandersetzung zwischen Samuel Magat und Luca Schwartmeier, die folgerichtig beide auf der Strafbank Platz nehmen mussten. Den Schlusspunkt der Partie setzte Korff, der einen weiteren Alleingang von David Novotny parierte, sodass es beim 2:8-Endstand blieb. (Bericht: C. Schaare)

Tore Salzgitter: Ahonen, Babicka

Foto: oh/Verein