
Eine hoch betagte Seniorin hatte einen Anruf (Ringelheim, 05.05.2026, 13:20 Uhr)
eines angeblichen Polizeibeamten erhalten. In diesem Telefonat wurde der Frau von einem Einbruch in der Nachbarschaft berichtet. Der „angebliche“ Polizist hatte der Frau angekündigt, ihr Bargeld und die Wertsachen sichern zu müssen.
Der Schockanrufer hatte die Dame anschließend aufgefordert, die im Haus befindliche Bargeldsumme außerhalb des Hauses zu deponieren. Dank der vorbildlichen Vorgehensweise der geschädigten Familie und dem frühzeitigen Einbinden der „echten“ Polizei konnten in Tatortnähe zwei Männer festgenommen werden. Ein 22-jähriger Tatverdächtiger stammt aus dem Raum Sehnde, der zweite Tatverdächtige, ein 30-jähriger Mann, stammt aus dem Raum Hannover.
Es ist kein Schaden entstanden.
Warnhinweis der Polizei: Vorsicht vor Schockanrufen und falscher Polizei!
Derzeit kommt es regelmäßig zu Anrufen durch meistens unbekannte Täterschaften, die sich als Polizeimitarbeitende ausgeben. Die Tätergruppierungen behaupten häufig:
– In der unmittelbaren Nachbarschaft habe es Einbrüche gegeben.
– Der Name und die Adresse der Angerufenen sei auf sichergestellten Täterliste gefunden worden.
– Das im Haus befindliche Bargeld bzw. deren Wertsachen seien zuhause nicht mehr sicher.
– Ein angeblicher Polizeibeamter werde die Wertsachen bei den Angerufenen persönlich „zur Sicherung“ abholen.
Vorsicht, dies ist eine Betrugsmasche.
Wichtige Hinweise der Polizei
Die echte Polizei:
– wird sie niemals auffordern, Bargeld oder Wertsachen zur „Sicherung“ bei ihnen an der Haustür abzuholen.
– wird sie niemals auffordern, Passwörter oder PINs zu nennen.
– wird sie niemals telefonisch „unter Druck“ setzen.
Wie verhalten sie sich richtig:
Am Telefon:
– Bitte lassen Sie sich niemals von den Anrufern unter Druck setzen.
– Beenden sie sofort das Gespräch, wenn Geld oder Wertsachen zur Sprache kommen.
– Offenbaren sie niemals persönlichen Daten von ihnen.
– Kontaktieren sie immer Personen ihres Vertrauens und den Notruf der Polizei unter 110, wenn sie einen solchen Anruf erhalten haben.
Wichtig:
Benutzen Sie niemals die Rückruffunktion des Telefons. Betrüger können Rufnummern manipulieren. Suchen sie sich immer die Rückrufnummer selbst aus dem Internet heraus und wählen die Nummern selbst in Ihrem Telefon.
An der Haustür:
– Öffnen Sie fremden Personen niemals ungesichert die Tür bzw. lassen sie Fremde niemals in ihre Wohnung.
– Übergeben Sie niemals das von ihnen geforderte Bargeld oder Wertsachen.
– Kontaktieren Sie sofort die Polizei über 110, wenn Ihnen etwas verdächtig vorkommt.
Typische Warnsignale
Seien Sie besonders misstrauisch, wenn:
– von Einbrüchen in Ihrer Nachbarschaft berichtet wird,
– „angebliche“ Polizeibeamte nach Wertsachen fragen,
– Sie zu einer „absoluten“ Geheimhaltung aufgefordert werden,
– Ein sofortiges Handeln verlangt wird,
– Angst oder Druck bei ihnen aufgebaut wird.
Tipps der Polizei für jüngere Angehörige – Sprechen Sie mit ihren älteren Angehörigen über diese und andere Betrugsmaschen.
– Vereinbaren Sie innerhalb ihrer Familie ein geheimes Kennwort für Notfälle dieser Art.
– Melden Sie verdächtige Anrufe sofort der Polizei.
Merksatz
„Die echte Polizei nimmt kein Geld zur Aufbewahrung entgegen.“ Im Zweifel sollten sie immer sofort Auflegen, Angehörige informieren und die 110 wählen.
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