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Schüleraustausch nach der Pandemie fortgesetzt

Eine Schülergruppe der 10. Klasse des Gymnasiums am Fredenberg eine Schule in der finnischen Partnerstadt Imatra.

Nach einer pandemiebedingten Zwangspause besuchte

eine Schülergruppe der 10. Klasse des Gymnasiums am Fredenberg vom 3. bis 9. November 2023 eine Schule in der finnischen Partnerstadt Imatra.

Seit nunmehr 25 Jahren besteht das Austauschprogramm zwischen Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums am Fredenberg (GAF) und der Gymnasialen Oberstufe Imatran yhteislukio in Salzgitters finnischer Partnerstadt Imatra. Aufgrund der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Beschränkungen und Unsicherheiten konnte der Austausch vier Jahre lang nicht durchgeführt werden. Anfang November wurde diese Tradition wieder fortgesetzt: Zehn Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse machten sich auf den Weg nach Norden. Vor der Schule in Imatra erwarteten die Gastfamilien am frühen Morgen die Gäste aus Salzgitter. Zur Erholung startete der Besuch mit einem freien Wochenende, welches die Gruppe bei den Gastfamilien verbrachte.

Am Sonntag unternahmen viele der Austauschpartnerinnen und -partner und die vier betreuenden Lehrerinnen eine ausgedehnte Wanderung am Saimasee mit anschließendem Grillen. Kristina Gerdesmann, eine der betreuenden Lehrerinnen vom GAF, resümiert: „Die herrliche Natur und die Gastfreundschaft der Menschen waren überwältigend. Die Schülerinnen und Schüler wollten gar nicht wieder nach Hause.“

Am Montag begann dann der Unterricht in Finnlands modernster und größter Holzschule. Zur Überraschung für die deutschen Gäste: Schuhe aus! Die Schule ist eine Sockenschule – das hatten sich die finnischen Schülerinnen und Schüler in der Planungsphase der Schule gewünscht. Nach einer Begrüßung durch die Schulleiterin Johanna Ovaska, die perfekt Deutsch spricht, ging es in den Unterricht. Die Gastschülerinnen und -schüler aus der 10. Klasse machten beim Unterricht der dortigen 11. und 12. Klassen mit. Das ging ohne Probleme, da die Lerninhalte ähnlich sind und war für alle eine spannende Erfahrung.

Ski-Langlauf, Schwimmen, Bowling, finnischen Kuchen backen, ein Besuch an einem finnisch-russischen Grenzposten und bei Storaenso, einem der größten finnischen Papierwerke waren einige Höhepunkte des bunten Programms während des Aufenthaltes.

Als Fazit zieht Kristina Gerdesmann: „Wir haben neue Bekanntschaften geschlossen und wir haben ein tolles Land mit sehr herzlichen Menschen kennengelernt. Unsere Schülerinnen und Schüler sind dadurch ein Stück weit selbstständiger geworden und wir konnten endlich die Tradition der regelmäßigen Austausche fortsetzen. Dafür bedanke ich mich ganz herzlich bei allen Beteiligten. Ein besonderer Dank gilt der Stadt Salzgitter, der unsere Fahrt in die finnische Partnerstadt unterstützt hat. Wir freuen uns jetzt schon auf den Gegenbesuch unserer Freunde aus Imatra im kommenden Frühjahr.“

Rüdiger Skopek, der seitens der Stadtverwaltung die Städtepartnerschaften betreut, zeigt sich erfreut: „Genau diese lebendigen Kontakte von Schulen und Vereinen machen Städtepartnerschaften aus. Es gilt sich kennenzulernen, auszutauschen und Freundschaften über Regions- und Ländergrenzen hinweg zu schließen. Gerne haben wir dieses tolle Projekt unterstützt und freue mich auf die Fortsetzung.“

Foto: oh/Gymnasium am Fredenberg