Großformatige Fliesen lassen das Badezimmer wertiger und eleganter wirken. Bei der Verlegung des Bodenbelags sind einige Besonderheiten zu beachten.

Auf Größe stehen

Fliesen sind langlebig und pflegeleicht und somit ein echter Klassiker für die Boden- und Wandgestaltung. Doch auch hier ändern sich die Trends: Seit einiger Zeit werden Platten im XXL-Format immer beliebter. Die Technik ermöglicht es heute, immer größere und dünnere Keramiken herzustellen – und die Verbraucher nutzen gerne die Möglichkeit, Räumen vom Bad bis zum Wohnzimmer auf diese Weise einen edlen Look zu verleihen. Laut einer Definition des Fachverbands gilt eine Fliese als großformatig, wenn die Kantenlänge zwischen 60 und 120 Zentimeter liegt. Im Regelwerk sind größere Fliesen noch nicht vorgesehen, aber Hersteller bieten bereits Fliesen mit Kantenlängen von über 3 Meter an und arbeiten stetig an weiteren Größenrekorden.

Moderne Fliesen bestechen nicht nur durch ihre Größe, sondern sind auch in vielfältigen Oberflächen verfügbar, beispielsweise in attraktiver Holzoptik.

Anspruchsvoll in der Verarbeitung

Was Bauherren und Modernisierer wissen sollten: Die XXL-Modelle sind in der Verlegung anspruchsvoller als konventionelle Varianten und erfordern eine sorgfältig ausgeführte Unterkonstruktion. Daher ist das Verlegen eine Aufgabe für den Fachhandwerker. Eine Faustformel lautet: Je größer die Fliese ist, desto ebener muss der Untergrund sein, auf dem sie aufliegt. Daher ist bei den Großformaten eine gründliche Untergrundvorbereitung besonders wichtig. Ebenfalls wichtig: Die übliche Baufeuchte, zum Beispiel aus dem Fliesenkleber, kann nur über die Fugen an die Raumluft abgegeben werden. Durch den geringeren Fugenanteil der Riesen-Fliesen geschieht dies hier nur sehr langsam. “Dies kann bei Verwendung falscher Materialien zu Konstruktionsschäden führen”, erklärt Waldemar Pietrasch, Fliesenexperte beim Baustoffhersteller Saint-Gobain Weber. Fachbetriebe prüfen die Bedingungen im Eigenheim sowie die ausgewählten Fliesen und setzen entsprechend geeignete Materialien zur Verklebung ein. “Größere Fliesen sind bruchanfälliger”, erklärt der Fliesenlegermeister weiter. “Wir empfehlen daher für die Verlegung von Großformaten am Boden einen sehr plastischen Verlegemörtel wie weber.xerm 860 F. Aufgrund seiner guten Fließeigenschaften reduziert er Hohlstellen im Verlegebett, die zu Brüchen führen könnten.”

Material und Technik gehen Hand in Hand

Zudem, so Pietrasch, sollten Bauherren darauf achten, dass die XXL-Formate im sogenannten Buttering-Floating-Verfahren verlegt werden. Das heißt, dass der Kleber sowohl auf der zu verlegenden Fläche als auch auf der Rückseite der Fliesen aufgezogen beziehungsweise aufgekämmt wird. Unter www.de.weber/fliesenverlegung finden Baubeteiligte ausführliche Informationen, zahlreiche Planungs- und Verlegetipps sowie informative Videos. Eines steht für den Fliesenexperten fest: “Wenn Material und Technik stimmen, werden die Bewohner viele Jahre Freude an dem edlen Belag haben.” (djd)

Fotos: djd/Saint-Gobain Weber GmbH/Katharina Grottker

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