23 Absolventinnen und Absolventen aus den Eingliederungshilfen der Städte Salzgitter und Wolfsburg haben die einjährige Zusatzqualifikation „Teilhabe von Menschen mit Behinderung“ erfolgreich abgeschlossen

 

Stadträtin Monika Müller, Dezernentin für Soziales und Gesundheit, Klinikum und Sport der Stadt Wolfsburg, Stadtrat Dr. Dirk Härdrich, Dezernent für Bildung, Soziales und Integration, Salzgitter, und Prof. Dr. Ludger Kolhoff von der Ostfalia übergaben die Zertifikate in einer feierlichen Abschlussveranstaltung.

Vor einem Jahr haben die Stadt Salzgitter und die Stadt Wolfsburg vereinbart, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der kommunalen Eingliederungshilfe weiter zu qualifizieren. Zusammen mit Prof. Dr. Ludger Kolhoff von der Ostfalia Hochschule wurde die einjährige Weiterbildung entwickelt, die in Wolfenbüttel an der Fakultät „Soziale Arbeit“ und in den Verwaltungen in Salzgitter und Wolfsburg stattfand.

Die 23 Verwaltungsfachkräfte und Sozialarbeiterinnen haben sich in dieser Zeit in elf verschiedenen Themenkomplexen für die neuen Anforderungen qualifiziert, die das Bundesteilhabegesetz an sie stellt. Dazu gehörten beispielsweise Kommunikation und Beratung, Fallmanagement, Soziale Teilhabe und Teilhabe an Bildung und Sozialplanung.

Die Auswahl der Inhalte dieser Zusatzqualifikation orientierte sich an den Bedarfen der in der Eingliederungshilfen neu eingestellten Kräfte der Städte Wolfsburg und Salzgitter.
Das Besondere dieser einjährigen Qualifizierung: Der interkommunale Erfahrungsaustausch und das gemeinsame Reflektieren der Praxis zwischen und innerhalb der Teams. Von den Beispielen nahmen alle 23 Absolventinnen und Absolventen für ihre eigene Arbeit viel mit.
Bereichernd für alle waren zum Beispiel die Erfahrungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) aus Wolfsburg. Hier wurden Beeinträchtigungen wie beispielsweise Blindheit oder körperliche Eingeschränktheit simuliert, damit sich die Fachkräfte besser in die Menschen, die mit ihren Anliegen zu ihnen kommen, hineinversetzen können.

Einziger Wehrmutstropfen: Die Zusatzqualifikation konnte aufgrund der Corona-Pandemie nicht als „training of the job“ an der Ostfalia, gekoppelt mit einem „training near the job“ in den Kommunen umgesetzt werden. Praxisbesuche und der Praxisaustausch in den beiden Verwaltungen mussten entfallen.
Das Fazit der Absolventinnen und Absolventen und der Verantwortlichen fällt insgesamt positiv aus. „Die Zusammenarbeit mit der Ostfalia und der Stadtverwaltung Wolfsburg war sehr konstruktiv. Alle Fachkräfte haben in diesem Jahr viel gelernt und nehmen viel für ihre tägliche Arbeit mit. Ich kann mir vorstellen, dass der Wissensaustausch in der Arbeitsgruppe auch in den nächsten Monaten bestehen bleibt.“, sagt Dr. Dirk Härdrich.
Stadträtin Monika Müller: „Trotz des einen oder anderen Hindernisses in den letzten Monaten ist es mit gebündelter Kraft gelungen, das breite Spektrum der Eingliederungshilfe zu schulen. Die nebenbei entstandenen Netzwerke sind ein weiterer positiver Effekt für den künftigen fachlichen Austausch. Um Inklusion zu verwirklichen und Menschen mit Beeinträchtigungen zu einer gleichberechtigten Teilhabe zu verhelfen, werden entsprechende Initiativen benötigt.“

Foto: oh/geralt

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