Die Stadt Salzgitter sucht Paare und Einzelpersonen, die auf unbestimmte Zeit die Verantwortung für ein fremdes Kind übernehmen möchten.

Die Stadt Salzgitter sucht Paare und Einzelpersonen, die auf unbestimmte Zeit die Verantwortung für ein fremdes Kind übernehmen möchten, um ihm einen geschützten, liebevollen und entwicklungsfördernden Ort zum Aufwachsen zu bieten.

Zurzeit betreut der Pflegekinderdienst der Stadt Salzgitter 121 Pflegekinder in 92 Pflegefamilien. Im gesamten Zeitraum der Pflege des aufgenommenen Kindes stehen den Pflegeeltern Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Adoptions- und Pflegekinderdienstes des städtischen Fachdienstes Kinder, Jugend und Familie beratend und unterstützend zur Seite.

Als Pflegeperson können sich Paare und Einzelpersonen bewerben. Gleichgeschlechtliche(Ehe-)Paare können genauso wie Patchwork-Familien, Alleinstehende und Alleinerziehende ein Pflegekind bei sich aufnehmen. Um als Pflegeperson anerkannt zu werden, müssen die Bewerber/innen einen Überprüfungsprozess durchlaufen, der mitunter ein halbes Jahr andauern kann.
Ziel einer Unterbringung in einer Pflegestelle ist es, die Kinder für den Unterbringungszeitraum in ihrer Entwicklung zu fördern und ein Zuhause zu geben. Für den Zeitraum des Pflegeverhältnisses öffnen die Pflegefamilien als private Familie ihre Türen und werden Teil der öffentlichen Jugendhilfe, sie arbeiten daher zum Wohle des Kindes mit allen Beteiligten zusammen.

Es gibt unterschiedliche Formen der Vollzeitpflege, die die Unterbringungsdauer mitbestimmen, auch wird immer wieder die Rückführung in die Herkunftsfamilie geprüft. So verbleiben einige Kinder nur für wenige Wochen oder Monate in der Pflegestelle, bis ihre Perspektive geklärt ist oder sie bleiben für mehrere Jahre, teilweise auch bis zur Volljährigkeit und darüber hinaus bei ihren Pflegeeltern.
Pflegefamilien werden vor allem für Kinder zwischen 0 und 6 Jahren gesucht. Der Pflegekinderdienst wählt dabei die für das Kind passendste Pflegestelle aus. Hierbei wird auf die Bedürfnisse des Kindes geachtet. Pflegefamilien übernehmen die Versorgung und Erziehung der Kinder, wo die leiblichen Eltern dies aus den vielfältigsten Gründen nicht gewährleisten können.
Die Pflegekinder haben, egal wie alt sie sind, bereits Vorerfahrungen gesammelt und bringen aufgrund dessen ihre Besonderheiten mit. Sie zeigen einen immer höheren Förderungsbedarf und mitunter auch Verhaltensauffälligkeiten. Aus diesem Grund ist es so wichtig, dass genügend freie Pflegestellen zur Verfügung stehen, um das bestmögliche Matching zwischen Kind und Pflegeeltern zu erzielen.

Pflegefamilien sind ein kleinerer und familiärer Rahmen als eine Heimeinrichtung, beziehungsweise Wohngruppe, aus diesem Grund soll es gerade den Jüngsten ermöglicht werden dort aufwachsen zu können. Ein Familiengefüge bietet den Kindern die Chance neue Familienerfahrungen sammeln zu können. Das Pflegekind wächst mit zwei Familien auf. Denn die Kontakte zu der Herkunftsfamilie bleiben bestenfalls  weiterhin bestehen, sodass regelmäßig Umgangskontakte stattfinden können.
Der städtische Pflegekinderdienst informiert und berät Interessierte bei der Überlegung Pflegeeltern zu werden. Bei Belegung bietet er eine durchgehende Begleitung und Unterstützung des Pflegeverhältnisses an. Zudem finden regelmäßige Angebote wie Fortbildungen oder Pflegeeltern-Stammtische statt, um einen gegenseitigen Austausch zu ermöglichen.
Wer Interesse daran hat ein Pflegekind bei sich aufzunehmen, kann sich unter der E-Mailadresse  Adoptionsdienst.PflegekinderdienstStadt.Salzgitterde  an den Pflegekinderdienst der Stadt Salzgitter wenden. Mehr Infos gibt es auf den städtischen Internetseiten oder der Telefonnummer 05341 / 839-4581.
Foto: oh/cherylholt

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