Mit einer späten Niederlage endete für die TAG Salzgitter Icefighters am Sonntag die Hauptrunde der Regionalliga Nord.

Bei den Weserstars Bremen gelang es dem Team von Radek Vit nicht, eine Führung aus dem ersten Drittel zu halten. In der Verlängerung endete die Partie 5:6 (1:2, 2:1, 2:2, 0:1) aus Sicht der Stahlstädter.

Dabei sah es zu Beginn der Partie ganz und gar nicht nach einer Niederlage aus. Salzgitter brachte sich nach einer guten Viertelstunde mit den Treffern von Ruven Bannach (11.) und Ron Friedrich (17.) in Führung und konnte sich auch trotz des Bremer Anschlusstreffers (19.) mit einem knappen Vorsprung in die erste Pause verabschieden. Doch der dreifache Nordgruppen-Meister verzeihte keine Fehler und drehte das Spiel im Mittelabschnitt. Nach den Treffern zum Zwischenstand von 3:2 (26., 37.) gelang es Thomas Herklotz immerhin, den Spielstand zu egalisieren (38.) – und das sogar in Unterzahl.
Damit war die Partie vor den letzten 20 Minuten wieder völlig offen und versprach Spannung bis zum Schluss. Es waren die Weserstars, die sich erneut in Front bringen konnten (44.), doch nur wenige Sekunden darauf schlug Herklotz erneut zu (45.), diesmal im Powerplay. Der erneute Ausgleich sollte eine knappe Viertelstunde Bestand haben, bis Martin Záhora knapp zwei Minuten vor dem Ende der regulären Spielstand seine Icefighters abermals in Führung brachte (59.) – eine Strafzeit machte den Traum vom Sieg zunichte, Bremen glich 64 Sekunden vor der Sirene in Überzahl aus. In der Verlängerung war das Momentum auf Seiten der Gastgeber, nach nur 37 Sekunden war das Spiel entschieden.

„Wir waren am Anfang extrem stark. Von Bremen kam zu diesem Zeitpunkt praktisch nichts und wir sind verdient in Führung gegangen. Dann haben wir den Gegner zu den ersten Toren eingeladen, haben wieder versucht schön zu spielen, statt die Scheibe einfach aus dem eigenen Drittel herauszuspielen. Ab diesem Zeitpunkt war es ein Spiel auf Augenhöhe, wo beide Mannschaften abwechselnd am Drücker waren. Am Ende haben wir ein paar Fehler gemacht und deshalb eben auch verloren“, sagte Vit nach dem Spiel.

Dennoch war der Coach zufrieden und weiß auch, an welchen Stellen noch Nachholbedarf besteht: „Ingesamt war es ein guter Auftritt und auch die Einstellung hat gepasst. Zwischendurch dachten wir aber, dass es von alleine läuft. Wir müssen daran arbeiten, die defensiven Aufgaben noch besser und verantwortungsvoller wahrzunehmen, gerade wenn man kurz vor dem Ende in Führung liegt!“
Auch mit dem Abschneiden  der Hauptrunde ist der Ex-Profi weitesgehend zufrieden: „Bis auf die Niederlage in Harsefeld war die Saison in Ordnung. Das sind die Punkte, die uns nun zum dritten Platz gefehlt haben. So hätten nur Sande und Braunlage vor uns gestanden und das sind beides Mannschaften, die schon ein bisschen stärker und erfahrener sind und vor allem auch finanziell in einer anderen Liga sind.“ Für die am Freitag beginnende Meisterrunde spielen die Ergebnisse der Hauptrunde keine Rolle, da es für die sechs teilnehmenden Teams wieder bei Null losgeht. Start ist für die Icefighters in Bremen, am Sonntag sind die Harsefeld Tigers am Salzgittersee zu Gast.

Statistik
Tore: 1:0 (10:22) Ruven Bannach (Záhora, Herklotz), 2:0 (16:47) Ron Friedrich (Ponatovskis), 2:1 (18:15) Darian Wellmann (Lütjen, Schophuis), 2:2 (25:28) Mirco Ratajczak (Lütjen, Wellmann), 3:2 (36:21) Konstantin Ljuboratets (I. Schön, Henze), 3:3 (37:46) Thomas Herklotz (Záhora/SH1), 4:3 (43:12) Sascha Schophuis (Gluchich, P. Schön), 4:4 (44:39) Thomas Herklotz (Bannach, Záhora/PP1), 4:5 (58:09) Martin Záhora (Binias, Herklotz), 5:5 (58:56) Paul Schön (Gluchich, Ljuboratets/PP1), 6:5 (60:37) Konstantin Ljuboratets (Hatcher, P. Schön)

Text und Foto (Archiv): oh/Jens Bartels

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