Am vergangenen Wochenende sorgten die TAG Salzgitter Icefighters in der Meisterrunde der Regionalliga Nord für gemischte Gefühle.

Am vergangenen Wochenende sorgten die TAG Salzgitter Icefighters in der Meisterrunde der Regionalliga Nord für gemischte Gefühle.

Am Samstag mussten die Stahlstädter nach einem 0:4 (0:1, 0:1, 0:2) ohne Torerfolg bei den ECW Sande Jadehaien wieder abreisen und feierten am Sonntag in heimischer Halle mit einem 8:1 (1:0, 5:0, 2:1) ein furioses Comeback.
Das Endergebnis der Begegnung beim Titelverteidiger in Sande spiegelte den Spielverlauf allerdings nicht exakt wider, befand Icefighters-Coach Radek Vit nach dem Spiel: „Eigentlich haben wir gar nicht so schlecht gespielt.“ So setzten sich die Icefighters, die neben den bisherigen vier Ausfällen auch kurzfristig auf Thomas Herklotz verzichten mussten, gegen die Jadehaie lange Zeit zur Wehr und erspielten sich auch eigene Möglichkeiten, machten daraus aber nichts. Hinten bestrafte der Gastgeber Fehler eiskalt. Kurz vor der ersten Pause schlug es erstmals im Kasten von Dennis Korff zum 1:0 (19.) ein. Im zweiten Abschnitt dauerte es zwar nicht lange, bis die Hausherren auf 2:0 (23.) erhöhten, doch bis zum Drittelende ließen die Gäste nicht mehr zu und hielten die Option offen, im Schlussabschnitt noch heran zu kommen. Dies gelang jedoch nicht, Sande ließ es weitere zwei Male krachen (41., 50.) und schickte den Gegner ohne eigenen Torerfolg zurück an den Salzgittersee. „Das Problem war, dass wir es dem Gegner erlaubt haben einfache Tore zu schießen. Wir wiederum hatten zwar unsere Möglichkeiten, haben diese aber überhaupt nicht nutzen können. So geht der Sieg für Sande völlig in Ordnung“, resümierte der Ex-Profi kurz und knapp.

Am Sonntagabend sahen die Zuschauer in der Eishalle am Salzgittersee einen ganz anderen Auftritt, was angesichts der kurzen Erholungszeit nicht zwangsläufig zu erwarten war. Die Hausherren holten das Anbully und sorgten für einen Bilderbuchaufbau, der mit einem Pass auf Martin Záhora endete, der für den im Slot heranrauschenden Jannis Bahr auflegte, der nur noch einschieben musste. So stand es bereits nach 17 Sekunden 1:0 (1.). Die Salzgitteraner hielten den Druck für eine Weile aufrecht, ließen im weiteren Drittelverlauf jedoch etwas nach. „Vor dem Spiel haben die Jungs über schwere Beine gesprochen, aber das erste Tor hat kurz geholfen, damit der Kopf frei war. Nach dem Tor haben wir es wieder ein bisschen schleifen und die Wechsel zu lang werden lassen. Da haben wir uns dem Tempo des Gegners angepasst. Das habe ich in der ersten Pause angesprochen, denn wir wollten dass Tempo vorgeben. Da mussten wir über die Grenze gehen und uns durchbeißen und das lief im Laufe des Spiels immer besser“, so der Cheftrainer der Hausherren.

Allerdings dauerte es ein paar Minuten, bis die Grün-Schwarzen ihr Feuerwerk zündeten. Die Partie, die im ersten Abschnitt nahezu ohne Unterbrechungen lief, wurde im zweiten Durchgang anfangs von Strafzeiten bestimmt, aus denen zwar niemand einen Vorteil holte, Bremen aber durchaus noch bemüht war Kontra zu geben. Zur Spielmitte hatten die Icefighters endgültig das Heft in der Hand. Wieder war es Záhora der für den tödlichen Pass sorgte, diesmal hinter dem gegnerischen Tor stehend. Die Scheibe landete abermals bei Bahr, der wieder aus dem Slot unhaltbar zum 2:0 (28.) einnetzte. Nur zweieinhalb Minuten später wiederholte sich die Szene, diemal gab Lucas Engel aus selber Positon auf Justin Spenke, der es zum 3:0 (30.) krachen ließ. So ging es weiter: Der Vorlagengeber der ersten beiden Treffer nagelte kurz darauf das 4:0 (31.) in die Maschen, drei Minuten später war es Ruven Bannach dessen feiner Zug zum Tor nicht zu stoppen war (35.). 21 Sekunden vor Schluss des zweiten Drittels schickte Ron Friedrich den Gegner mit dem Zwischenstand von 6:0 (40.) in die zweite Pause. „Am Anfang des zweiten Drittels haben wir uns noch etwas schwer getan, aber dann haben wir das Spiel immer besser in den Griff bekommen und das Tempo so hoch gehalten, dass Bremen nichts mehr entgegenzusetzen hatte“, schilderte der Übungsleiter.

Im Schlussabschnitt erzielten die Gäste den Ehrentreffer zum 6:1 (43.), doch der Torhunger der Icefighters war noch nicht gestillt – vor allem nicht der des Jannis Bahr. Der Stürmer holte sich mit dem 7:1 (47.) seinen dritten Treffer des Tages. Den Schlusspunkt setzte Youngster Max Rötsch (51.). „Beim Gegentor waren wir zu lässig. Wir haben die Scheibe zu einem bewachten Spieler gegeben statt sie einfach rauszuspielen. Da fallen wir immer wieder in so unnötige Situationen rein, die mich sauer machen – aber das war auch das einzige was wirklich zu bemängeln war. Am Ende haben wir verdient so hoch gewonnen!“, freute sich Vit.

Statistik

Tore Jadehaie – Icefighters:1:0 (18:59) Viktors Jasjonis (Tichshenko), 2:0 (22:45) Vitalijs Hvorostinins (Runge, Sivak), 3:0 (40:45) Vitalijs Hvorostinins, 4:0 (49:37) Lubomir Sivak (Sobczak, Tichshenk0).

Tore Icefighters – Weserstars:1:0 (0:17) Jannis Bahr (Záhora, Herklotz), 2:0 (27:24) Jannis Bahr (Záhora, Herklotz), 3:0 (29:52) Justin Spenke (Engel, Rudolph), 4:0 (30:58) Martin Záhora (Kopke, Binias), 5:0 (34:46) Ruven Bannach (Rudolph), 6:0 (39:39) Ron Friedrich (Spenke, Rudolph/PP1), 6:1 (42:56) Anton Gluchich (Ljuboratets, Hotopp/PP1), 7:1 (46:22) Jannis Bahr (Záhora, Spenke), 8:1 (50:19) Maximilian Rötsch (Engel).
 
Text und Foto: oh/Jens Bartels
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