Auch wenn man es den Samtpfötchen oft nicht ansieht: Mehr als eine von sechs Katzen im Alter von über sieben Jahren ist von Bluthochdruck betroffen.

Katzen-Killer: Hoher Blutdruck ist auch für Samtpfoten gefährlich

Nur wenige Menschen wissen, dass auch Katzen an Bluthochdruck leiden können und dass die Krankheit potenziell verheerende Auswirkungen auf die Gesundheit ihres Tieres haben kann. Häufig gibt es keine warnenden Anzeichen, weshalb die so genannte feline Hypertonie auch der „stille Killer“ genannt wird.

Wie bei Menschen auch, ist Bluthochdruck insbesondere bei älteren Patienten weit verbreitet: Studien zeigen, dass mehr als eine von sechs Katzen im Alter von über sieben Jahren betroffen ist. Bei einer chronischen Nierenerkrankung oder einer Krankheit der Schilddrüse ist das Risiko sogar noch höher: Jede dritte Katze mit diesen Vorerkrankungen hat erhöhte Blutdruckwerte. Bluthochdruck kann eine tickende Bombe für die Gesundheit der Katze sein. „Ein nicht entdeckter hoher Blutdruck kann bei Katzen zu schweren Schäden an Schlüsselorganen führen, etwa an den Augen, den Nieren, dem Herzen und dem Gehirn“, erklärt Dr. Angelika Drensler, Cheftierärztin in einer international anerkannten katzenfreundlichen Kleintierpraxis in Elmshorn. „Unglücklicherweise entwickelt sich die Erkrankung im Verborgenen ohne jegliche Alarmsignale für den Besitzer. Die Katze kann vollkommen gesund erscheinen, bis der Anstieg des Blutdrucks Zielorgane schädigt.“ Eine häufige Folge von Bluthochdruck bei Katzen ist eine plötzliche Erblindung.

Auch wenn man es den Samtpfötchen oft nicht ansieht: Mehr als eine von sechs Katzen im Alter von über sieben Jahren ist von Bluthochdruck betroffen.

Der stille Katzen-Killer – Bluthochdruck als tickende Bombe: Noch ist der Blick ganz klar, doch eine Folge von Bluthochdruck kann plötzliches Erblinden sein.

Daher ist Vorbeugung so wichtig, denn eine Früherkennung kann Schlimmeres oft verhindern. Die Diagnose ist einfach: Katzenhalter sollten den Blutdruck ihrer Katze regelmäßig von einem Tierarzt messen lassen. „Das ist ein einfaches, schnelles und schmerzfreies Verfahren genauso wie beim Menschen“, versichert Dr. Angelika Drensler. Eine kleine aufblasbare Manschette wird an das Bein oder den Schwanz der Katze angelegt und der Blutdruck sofort gemessen. Die meisten Katzen lassen sich die Untersuchung sehr gut gefallen und akzeptieren sie ohne Stress oder Angst. „Wenn Katzen älter als sieben Jahre sind, empfehlen wir regelmäßige Kontrollen alle sechs Monate“, rät Dr. Drensler. Diese Routinechecks helfen dabei, Bluthochdruck in einem frühen Stadium zu erkennen und Schäden an anderen Organen vorzubeugen. Falls ein zu hoher Wert festgestellt wird, kann der Tierarzt eine Therapie einleiten und mit gut verträglichen, effektiv wirksamen Medikamenten die feline Hypertonie behandeln. Mehr Informationen zu diesem Thema gibt es auch unter www.amodeus.vet. (djd)

Foto: djd/Ceva Tiergesundheit GmbH

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