An der St. Nicolai-Kirche in Barum wurde in einer feierlichen Stunde eine Geschichts- und Erinnerungstafel eingeweiht, die an die im 1. Weltkrieg gefallenen Barumer erinnert.

Frank Klingebiel, Oberbürgermeister und Kreisvorsitzender des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge (3.v.r.); Rainer Bendick, Bildungsreferent vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (5.v.r.); Walter-Johannes Herrmann, Vorsitzender des Bezirksverbandes Braunschweig des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge (2.v.r.); mit Gästen und den Schülerinnen und Schülern vor der neuen Gedenktafel.

An der St. Nicolai-Kirche in Barum wurde in einer feierlichen Stunde eine Geschichts- und Erinnerungstafel eingeweiht, die an die im 1. Weltkrieg gefallenen Barumer erinnert.

Sie wurde im zurückliegenden Schuljahr von Schülerinnen und Schülern des 12. Jahrganges der IGS Salzgitter erarbeitet.
Dabei handelt es sich um ein Projekt, das durch den Bildungsreferenten des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., Dr. Rainer Bendick unterstützt wird. Forschungsobjekt war das Kriegerdenkmal an der St. Nicolai-Kirche. Anhand des Denkmals haben sich die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler inhaltlich mit dem Kriegsende 1918, der verdrängten Niederlage sowie der „Dolchstoßlegende“ und der damaligen Presseberichterstattung zum Kriegsende 1918 auseinandergesetzt. Ergebnis dieses Projektes ist die Tafel, die Besucherinnen und Besucher der Kirche zum geschichtlichen Hintergrund des Kriegerdenkmals informiert. Die Kosten in Höhe von etwa 1.200 Euro haben die Braunschweigische Sparkassenstiftung und das Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ als Sponsoren übernommen.

„Diese Tafel ist Ergebnis einer großartigen und dauerhaften Zusammenarbeit der IGS Salzgitter mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräber Fürsorge“, begrüßte Oberbürgermeister Frank Klingebiel, der gleichzeitig Kreisvorsitzender des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge ist, die Gäste sowie die Schülerinnen und Schüler der IGS. Er erinnerte an die bedrückende Opferzahl im 1. Weltkrieg von insgesamt bis zu 50 Millionen Kriegstoten weltweit, wovon rund 9,5 Millionen Soldaten gewesen seien. Und im Ende des 1. Weltkriegs seien schon die Gründe für das Erstarken der Nazis in Deutschland und damit für den 2. Weltkrieg zu finden, der wiederum rund 60 Millionen Opfer weltweit gefordert habe. „Schon deswegen finde ich Eure Arbeit unschätzbar wichtig,“ lobte der Kreisvorsitzende die Schülerinnen und Schüler, „denn es ist wichtig im Großen, wie auch im Kleinen, an die Schrecken des 1. Weltkrieges und an die zivilen und militärischen Opfer zu gedenken. Durch Eure Arbeit regt Ihr einen Denkprozess zum 1. Weltkrieg und dem unfassbaren Leid, den dieser in Europa ausgelöst hat, an.“

Diese Tafeleinweihung war schon die Dritte dieser Art. In den vergangenen beiden Jahren wurden zwei Tafeln auf dem Alten Friedhof in Lebenstedt (zu dort befindlichen Kriegsgräbern aus dem 2. Weltkrieg sowie zu einem Kriegerdenkmal, welches an den deutsch-französischen Krieg 1870/1871 erinnert) eingeweiht.  Die IGS Salzgitter hat das Projekt „Geschichts- und Erinnerungstafel“ mittlerweile ins Curriculum des gesellschaftswissenschaftlichen Profils aufgenommen. Auch im aktuellen Schuljahr ist ein solches Projekt geplant.
Die Einweihung der Tafel wurde mit einem Vortrag von Prof. Dr. Gerd Krumeich abgerundet, der in der Aula der IGS Salzgitter über „Die unbewältigte Niederlage. Das Trauma des Ersten Weltkriegs und die Weimarer Republik“ referierte.

Foto: oh/Stadt Salzgitter

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