Unter dem Titel „Gurbet – 60 Jahre „ZU HAUSE“ in Niedersachsen“ findet am 2. Juli, ab 19 Uhr eine „Mig-Pop“-Feier mit der Band Shanaya statt.

Unter dem Titel „Gurbet – 60 Jahre „ZU HAUSE“ in Niedersachsen“ findet am Samstag, 2. Juli, ab 19 Uhr eine „Mig-Pop“-Feier mit der Band Shanaya statt. Alle Bürgerinnen und Bürger sind zu diesem einmaligen Konzert eingeladen. Der Eintritt in der Kulturscheune in Lebenstedt ist kostenlos.

Eine besondere Feier zu einem besonderen Anlass: Anlässlich des 60. Bestehens des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens feiert Niedersachsen mit Musik und Gesprächen. „Wir freuen uns, dass Salzgitter als eine von acht Städten in Niedersachsen für diese Veranstaltung gewählt wurde“, sagt Stadtrat Jan Erik Bohling. Die Integration hat in und für die Stadt Salzgitter einen sehr hohen Stellenwert. Deswegen freue er sich über den Auftritt der Band Shanaya, die sich mit ihrem Migranten-Pop, den die Band selbst „Mig-Pop“ nennt, einen Namen gemacht hat. Sein Dank gilt der FÖTEV-Niedersachsen e.V. (Föderation Türkischer Elternvereine in Niedersachsen). Die Vereinsvorsitzende und Initiatorin der Veranstaltungsreihe Seyhan Öztürk wird mit Doris Schröder-Köpf, der Niedersächsischen Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe und Schirmfrau, das Konzert in Salzgitter eröffnen.

Hartmut Schölch, Fachdienstleiter Kultur der Stadt Salzgitter, freut sich auf dieses Konzert, das integrativen Charakter habe. Ziel dieser Veranstaltungsreihe sei es, die türkischen Bürgerinnen und Bürger zu würdigen. „Sie sind wichtig für Salzgitter und unsere Gesellschaft.“ Mit 4.875 Türkinnen und Türken seien sie die größte Gruppe der Ausländerinnen und Ausländer in Salzgitter. Die Veranstaltungsreihe möchte das deutsch-türkische Miteinander und die Freundschaft wertzuschätzen. Gemeinsam solle an diesem Abend gefeiert werden. Bereits im vergangenen Jahr trat die Sängerin Ayda in der Stadt auf und knüpfte Kontakte, die durch die gebürtige Salzgitteranerin Seyhan Öztürk intensiviert wurden.
„Die Band zeichnet sich durch deutschsprachigen Pop mit orientalischen Ethnoklängen aus“, sagt Natalia Schmidt, die Organisatorin im Fachdienst Kultur. Die Gäste können sich auf deutsche Texte und türkische Melodien freuen. Die Sängerin Ayda berichtet anschaulich und witzig aus dem Leben einer in Deutschland geborenen und aufgewachsenen Migrantin. Ende Mai 2022 veröffentlichte die Band ihr Album „Gastarbeiterkind“.

Gurbet bedeutet „die Fremde“. Dieser Begriff prägte mehrere Generationen türkisch-stämmiger Menschen in den 60ern, 70ern und auch noch in den 80ern. Sie waren als „Gastarbeiterinnen/Gastarbeiter“ gekommen und fühlten sich selbst „in der Fremde“. Es hat lange gebraucht, bis sie ein Teil Deutschlands waren.
Die diesjährige Veranstaltungsreihe heißt deswegen „Gurbet – 60 Jahre „ZU HAUSE“ in Niedersachsen“.

Foto: oh/Stadt Salzgitter

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