
Die Gasunie Deutschland Transport Services GmbH (GUD) mit
Sitz in Hannover plant die Errichtung und den Betrieb einer Energietransportleitung für Wasserstoff unter dem Projektnamen „ETL 186 Peine – Hallendorf (Salzgitter)“.
Dafür hat das Unternehmen bei der zuständigen Planfeststellungsbehörde, dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG), einen Genehmigungsantrag gestellt. Das Vorhaben erfordert ein Planfeststellungsverfahren mit Umweltverträglichkeitsprüfung und Öffentlichkeitsbeteiligung. Entsprechende Antragsunterlagen liegen jetzt aus.
Die etwa 23 Kilometer lange Leitung, die von Peine nach Salzgitter verläuft (siehe Karte unten), hat einen Rohrdurchmesser von DN 800 (circa 80 Zentimeter). Das Planfeststellungsverfahren für die ETL 186 umfasst auch die Errichtung und den Betrieb eines Armaturenplatzes in Vallstedt sowie der Station Watenstedt als Übergabepunkt von der ETL 186 an das Werk der Salzgitter Flachstahl GmbH.
Verlegt werden soll die mindestens einen Meter tief verlaufende Leitung in überwiegend offener Grabenbauweise. Lediglich Innerhalb der Stationen verlaufen die Rohrleitungen oberirdisch. In sensiblen Bereichen werden einzelne Abschnitte in geschlossener Bauweise zum Beispiel mittels Horizontalspülbohrverfahren (HDD) ausgeführt, um die Beanspruchung der Oberfläche zu minimieren.
Das Vorhaben umfasst auch sämtliche während der Bauzeit benötigten Flächen und Anlagen sowie die dauerhafte Sicherung eines auf beiden Seiten verlaufenden, zehn Meter breiten Schutzstreifens für den Betrieb der Leitung. Zudem werden geeignete Betriebszufahrten eingerichtet. Von dem Vorhaben und dem Anlieferverkehr sind die Gemeinden Lengede und Vechelde sowie die Städte Peine und Salzgitter betroffen.
