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Film über Attentat von Hanau: Schicksal der Betroffenen berührte

Das Team Integration des städtischen Referats für Sozialplanung und Integration hatte in Kooperation mit dem Bildungsbüro der Stadt Salzgitter den 9. Jahrgang der IGS Salzgitter in das Kultiplex-Kino in Lebenstedt eingeladen.

Anlass waren die Internationalen Wochen und der Internationale Tag gegen Rassismus. Gezeigt wurde der Film „Das deutsche Volk“. Er thematisiert das Attentat in Hanau, das zu den schwerwiegendsten rassistisch motivierten Gewalttaten deutschlandweit zählt. 

Das Attentat: Am Abend des 19. Februar 2020 erschoss der 43-jährige Tobias R. an mehreren Tatorten in Hanau innerhalb von sechs Minuten aus rassistischen Motiven neun Frauen und Männer.  Der Täter drang hintereinander in verschiedene Bars und Kioske ein um dort Menschen zu ermorden und tötete einen Mann, der versuchte, ihn mit seinem Auto aufzuhalten. Sechs weitere Menschen wurden bei der auf den Zeitraum zwischen 21.55 Uhr und 22.01 Uhr datierten Tat verletzt – teils schwer. 

Erzählt wird der Film aus der Perspektive der Angehörigen und Überlebenden. Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler waren sich einig: „Der Film war sehr berührend. Es ist wichtig, weiter zum Thema Rassismus zu arbeiten.“ Einzelne Jugendliche sagten später: „Der Film hat gezeigt, wie schwer es für die Betroffenen ist“; „Man konnte die Schmerzen der Eltern spüren“; „Es war spannend zu sehen, was das mit den Menschen macht“; „Der Film hat ein sehr wichtiges Ereignis thematisiert und man hat viele Infos zu der Tat bekommen.“

Die persönliche Perspektive ermöglichte den jugendlichen Zuschauerinnen und Zuschauern einen emotionalen Zugang zu dem Thema, um Verständnis für die Folgen von Rassismus und Gewalt zu entwickeln. Viele von ihnen erhielten einen neuen Blickwinkel darauf, wie wichtig Empathie, Aufklärung und Engagement für ein respektvolles Miteinander sind.

Foto: oh/Stadt Salzgitter