
Moë Dierstein (Violine) und Jun-Ho Gabriel Yeo (Klavier)
Fürstensaal Schloss Salder
Salzgitter-Salder
Wie ein Kaleidoskop beleuchten die vier Werke, die in Salder gespielt werden, auf ganz unterschiedliche Weise das Zusammenspiel von Violine und Klavier – vom ouvertürenhaftem Schwung bis hin zu klanglicher Verdichtung und expressiver Zuspitzung. Die Sonate D-Dur KV 306 von Wolfgang Amadeus Mozart entstand 1778 während seines Aufenthalts in Paris. Mit einem Ruck wird der Vorhang aufgezogen und wir erblicken eine Welt voll blühender Lebendigkeit – dargestellt im Dialog zwischen den beiden Instrumenten. Dass sich Eleganz und Wagnis in dieser Musik stets die Hand reichen, ist hierbei typisch Mozart und Teil seines Genies. Sergej Prokofjews Violinsonate Nr. 2 D-Dur op. 94a geht auf eine ursprünglich für Flöte und Klavier konzipierte Sonate zurück, die der Komponist später für Violine bearbeitete. Dabei half ihm maßgeblich der berühmte Geiger David Oistrach, der von diesem Werk begeistert war. Prokofjews unverwechselbare Tonsprache voller überraschender Wendungen schafft hier den Spagat zwischen neoklassizistischen Klängen und expressiven Tönen, mit denen er uns in eine märchenhafte Welt entführt. In eine besondere Klangwelt führt uns auch Olivier Messiaen mit seinen „Thèmes et variations“ (1932). Das frühe Werk des französischen Komponisten kreist um ein schlichtes Thema, das in mehreren Variationen in unterschiedliche klangliche Perspektiven gerückt wird. Ludwig van Beethovens Sonate Nr. 7 c-Moll op. 30 Nr. 2 gehört zu den dramatischsten Werken für Violine und Klavier. Kaum ein Werk schafft es so sehr, Energie über den kompletten Zeitraum hinweg zu konservieren und typisch Beethoven, in ein prägnantes Motiv zu destillieren. Am Ende kulminiert alles in einem rauschhaften Finale. Ein Evergreen der Kammermusik!
Sonntag, 27.09.2026 – Fürstensaal Schloss Salder (in der Reihe „Schlosskonzerte“)
Moë Dierstein (Violine) & Jun-Ho Gabriel Yeo (Klavier): „Kammermusik im Mosaik“
Preis: 17,- Euro (Mitglieder 15,- Euro)
