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Stärkung der Erinnerungsarbeit in Salzgitter

Anpassung der Vereinbarung über die institutionelle Förderung des Landes

Niedersachsen (Pressemitteilung des Arbeitskreises Stadtgeschichte)

Die Gedenkstättenarbeit in Salzgitter konnte durch die Anpassung der institutionellen Förderung durch die Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, die Stadt Salzgitter und den Arbeitskreis Stadtgeschichte e.V. nachhaltig gestärkt werden.

Am 23. Juni unterzeichneten Dr. Elke Gryglewski, Geschäftsführerin der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, Frank Klingebiel, Oberbürgermeister der Stadt Salzgitter, sowie Jeannette Hentschel, 1. Vorsitzende des Arbeitskreises Stadtgeschichte e.V., die entsprechende Fördervereinbarung in der Gedenkstätte KZ Drütte.

„Die Stärkung der regionalen Gedenkstätten in Niedersachsen kann nur in enger Zusammenarbeit mit den Kommunen gelingen. Wir freuen uns, dass die Stadt Salzgitter gemeinsam mit uns die Arbeit der Gedenkstätte KZ Drütte langfristig absichert“, hebt Dr. Elke Gryglewski hervor.

Mit der Anpassung der Förderung erhöht sich die jährliche Zuwendung der Stadt Salzgitter, der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten und des Arbeitskreises Stadtgeschichte e.V. Damit tragen die Fördermittel den gewachsenen Aufgaben der Gedenkstättenarbeit Rechnung. Berücksichtigt werden insbesondere die erweiterten Personalstrukturen sowie die deutlich gestiegenen Besucher:innenzahlen der Gedenk- und Dokumentationsstätte KZ Drütte seit ihrer Erweiterung und Neugestaltung im Jahr 2022. Heute kommen fast 4.000 Interessierte in die Gedenkstätte und damit etwa vier Mal so viele wie 2019. Auch die Anfragen und Besuche von Angehörigen ehemaliger Zwangsarbeitender, KZ-Häftlingen und Kriegsgefangenen nehmen immer weiter zu. Zudem erfolgte in den letzten Jahren ein Ausbau des Bildungs- und Veranstaltungsangebots.

„Die Erhöhung der Fördersumme ist für uns von großer Bedeutung. Sie ermöglicht es, die Gedenkstättenarbeit auch zukünftig sicher zu planen und weiterzuentwickeln. Gleichzeitig verstehen wir sie als Anerkennung und Wertschätzung unserer bisherigen Arbeit“, betont Jeannette Hentschel.

Oberbürgermeister Frank Klingebiel dazu: „Der Arbeitskreis Stadtgeschichte und das Team der Gedenkstätte Drütte leisten bedeutsame und unverzichtbare Erinnerungsarbeit in unserer Stadt. Ihnen gebührt unser großer Dank dafür. Geschichtliche Bildung und das Verständnis, warum Demokratie so wichtig ist, sind in den heutigen Zeiten wichtiger denn je. Deswegen ist die Anpassung der Förderung auch so zentral für die Fortsetzung der erfolgreichen Erinnerungsarbeit.“

Zusätzliche Informationen:

Die Gedenk- und Dokumentationsstätte wurde 1994 eröffnet. Sie befindet sich in einem Teil des ehemaligen KZ Drütte auf dem Werksgelände der heutigen Salzgitter Flachstahl GmbH. Seit 2014 wird sie mit einer Rahmenvereinbarung zwischen der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, der Stadt Salzgitter und dem Arbeitskreis Stadtgeschichte e.V. finanziell gefördert. Die Förderung ermöglicht langfristige Planungssicherheit, kontinuierliche wissenschaftliche Arbeit sowie den Betrieb der Gedenk- und Dokumentationsstätte KZ Drütte.

Foto: oh/AK Stadtgeschichte