
Die Stadt Salzgitter hat über das Freiwilligen-Zentrum-Salzgitter (FZSZ)
die 700. Ehrenamtskarte vergeben. Die Auszeichnung erhielt Anja Cammrad als Dank und Anerkennung für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement in der Freiwilligen Feuerwehr Lichtenberg.
Seit 38 Jahren ist Anja Cammrad Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Lichtenberg und seit zwölf Jahren übernimmt sie zudem die Funktion der stellvertretenden Ortsbrandmeisterin. Ihr Engagement hat familiäre Wurzeln: Bereits ihr Vater war Ortsbrandmeister der Wehr, auch ihre Mutter engagierte sich aktiv. Zur Feuerwehr kam sie, als in der Ortswehr eine Frauengruppe gegründet wurde.
„Ich engagiere mich, weil ich gerne anderen Menschen helfe und mir die Gemeinschaft und der Zusammenhalt sehr viel zurückgeben“, sagt Anja Cammrad. „Nach einem anstrengenden Arbeitstag ist die Zeit mit meinen Kameradinnen und Kameraden ein guter Ausgleich.“
Besonders in Erinnerung geblieben ist ihr der Einsatz während des Elbehochwassers in Magdeburg: „Wir haben zwei Tage lang Sandsäcke gefüllt und verbaut, wenig geschlafen, aber viel für die Gemeinschaft getan und den Menschen vor Ort geholfen. Das war etwas ganz Besonderes.“
Seit sechs Jahren ist sie außerdem Fahrzeugführerin im Fachzug Messen und Spüren. Die Einheit übernimmt spezielle Aufgaben im Bereich des ABC-Schutzes und kommt unter anderem bei Gefahrstofflagen zum Einsatz, um Schadstoffe oder radioaktive Stoffe zu detektieren sowie Gefahrgutproben zu entnehmen.
Der zeitliche Aufwand für ihr Engagement ist nicht zu unterschätzen: Neben dem wöchentlichen Übungsdienst für Einsätze, trifft sich Anja Cammrad einmal im Monat zur Ausbildung am CBRN-Erkundungsfahrzeug des Fachzuges Messen und Spüren, das in Lichtenberg stationiert ist und nimmt einmal im Quartal am Sonderdienst des Fachzuges teil. Hinzu kommen zahlreiche Besprechungen und Sitzungen auf Orts-, Stadt- und Fachzugsebene.
Für Anja Cammrad bedeutet das ehrenamtliche Engagement in der Feuerwehr weit mehr als die Unterstützung anderer Menschen: „Man lernt etwas fürs Leben – sei es Teamarbeit oder ganz praktische Fähigkeiten wie Knotenkenntnisse oder Maßnahmen des häuslichen Brandschutzes.“ Deshalb hofft sie, dass sich weiterhin viele Erwachsene, Kinder und Jugendliche für den Dienst begeistern können und freut sich über Nachwuchsmitglieder aller Altersstufen.
Die Ehrenamtskarte sieht sie als wertschätzende Anerkennung für den geleisteten Einsatz: „Es ist für mich ein tolles Dankeschön an alle Menschen, die viele Stunden ihrer Freizeit für die Gemeinschaft einsetzen.“
