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Die taffe Gerda im Gerangel ums Familienerbe

Clara Lindemann liest aus ihrem Buch „Das Erbe unserer Zeit“.
Eine mitreißende Familiengeschichte zwischen idyllischen Hopfenfeldern

und Münchner Großstadttrubel ist Inhalt des Buches „Das Erbe unserer Zeit“. Am Mittwoch, 19. Juni, liest Clara Lindemann um 18.30 Uhr in der Stadtbibliothek Lebenstedt (Joachim-Campe-Straße 4) aus ihrem zweiten Buch.

Innerhalb der Klima-Lesestaffel, die Schriftstellerinnen und Schriftsteller zu Fuß, mit dem Rad oder öffentlichen Verkehrsmitteln einmal von Süd nach Nord quer durchs Land führt, kommt die Autorin nach Salzgitter. Karten gibt es im Vorverkauf für zehn Euro in der Stadtbibliothek Lebenstedt und Bad. Voranmeldungen bitte unter 05341 – 839 3434 oder per E-Mail an stadtbibliothek@stadt.salzgitter.de. Karten an der Abendkasse kosten zwölf Euro.

Zum Inhalt:

Die Handlung spielt in München-Schwabing im Jahr 1958: Gerda Branniger steht in den Startlöchern, um das familiäre Hopfenimperium zu übernehmen. Ihr Leben lang hat sie sich darauf vorbereitet. Was ihr entgegenschlägt, ist jedoch der Zeitgeist der Adenauerjahre. Traditionelle Familien- und Rollenbilder prägen die junge Bundesrepublik. Und so wird der taffen Gerda plötzlich der völlig unqualifizierte Bruder als Geschäftsführer vor die Nase gesetzt, der aus ureigenen gründen diese Position ablehnt und wie der Vater einfach verschwindet.
Schließlich erhebt auch Schwester Liesel Anspruch auf den Chefsessel – für ihren Ehemann. Gerda hat nur eine Verbündete in dem ungleichen Kampf: ihre Freundin Billie, die als Ingenieurin schon seit Jahren um Anerkennung in einer Männerwelt ringt. Doch während bei Billies Kampf nur regelmäßig die Kündigung droht, steht bei Gerda schon bald das jahrhundertalte Erbe der Familie auf dem Spiel…
Mit ihrem Buch „Das Erbe unserer Zeit“ legt die Autorin Clara Lindemann nach dem Titel „Der schwarze Winter“ ein weiteres Werk vor zeitgeschichtlichem Hintergrund vor und überzeugt erneut als Kennerin der Geschichte von Diktatur und Verfolgung und Krieg, von Zwangsarbeitern, Bomben und Städten in Ruinen.

Zur Autorin:
Clara Lindemann wurde 1967 in München geboren. Mit 20 Jahren verließ sie Deutschland, um im Ausland zu studieren und zu leben. Inzwischen lebt sie wieder in Deutschland und engagiert sich für die Gleichberechtigung und Diversität.

Foto: oh/Astrid Purkert